Gynäkomastie loswerden durch natürliche Hormonoptimierung

Endlich wieder gut aussehen!

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Adieu Männerbusen! Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten von Gynäkomastie

Meist reicht ein einziger Blick, um sie zu diagnostizieren: Gynäkomastie, auch Männerbrust oder Männerbusen genannt. Fast zwei Drittel aller Männer sind im Laufe ihres Lebens von ihr betroffen. Was tun, wenn die Brust zwar durchtrainiert, aber viel zu groß und weiblich ist?

Eine zu füllige männliche Brust stellt für Männer jeden Alters meist eine enorme psychische Belastung dar. Der Blick in den Spiegel ist eine Qual und alltägliche Dinge wie der Gang ins Freibad oder der Strandurlaub bekommen plötzlich eine völlig neue Dimension. Das gängige Schönheitsideal des perfekten Bodys im Hinterkopf, leiden sowohl die eigene Sexualität als auch der Selbstwert unter den angeschwollenen Brüsten.

Nicht immer ist die Gynäkomastie krankheitsbedingt, auch natürliche Ursachen sind für die Entstehung der weiblich wirkenden Brust verantwortlich. Mithilfe einiger Behandlungsmöglichkeiten ist das Problem jedoch gut in den Griff zu bekommen – auch ohne Operation.

Gynäkomastie – Was ist das eigentlich?

Der aus dem Griechischen stammende Fachbegriff setzt sich zusammen aus „Gynä“ (Frau) und „Mastos“ (Brust), und steht wortwörtlich für das männliche Dilemma: Die Brust ähnelt dem Busen einer Frau. Unter Gynäkomastie versteht man das hormonell bedingte Wachstum der männlichen Brustdrüsen.

Die typische Vorwölbung der Brust über das normale Maß hinaus kann dabei ein- oder beidseitig auftreten und mit einem schmerzhaften Spannungsgefühl oder einer Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen einhergehen. Die Vergrößerung der Männerbrust ist in den meisten Fällen harmlos, sie kann jedoch auch ein Indiz für eine Erkrankung sein.

Je nach Ursache bildet sich die Gynäkomastie entweder von selbst wieder zurück oder bleibt dauerhaft in ihrem Grad der Ausprägung bestehen. Ein Arzt sollte in jedem Fall aufgesucht werden, um krankheitsbedingte Ursachen auszuschließen.

Echte & unechte Gynäkomastie

Die echte Gynäkomastie ist nicht zu verwechseln mit der ihr in Aussehen und Form ähnelnden Lipomastie. Diese oftmals auch als „Pseudo-Gynäkomastie“ titulierte unechte Variante entsteht nicht durch wachsendes Drüsengewebe, sondern allein durch eine starke Gewichtszunahme und der damit verbundenen Bildung von Fettgewebe im Brustbereich des Mannes.

Mittels Abtasten oder einer Ultraschalluntersuchung kann der behandelnde Urologe diesen Unterschied leicht feststellen. Manchmal kommt aber auch eins zum anderen und es liegt eine nicht klar abgrenzbare Mischform von echter und unechter Gynäkomastie vor.

Ursache & Diagnose

Je nach Ursache diagnostiziert der Mediziner unterschiedliche Formen von echter Gynäkomastie, die Männer in verschiedenen Stadien ihres Lebens betreffen können.

Pubertäts-Gynäkomastie:
Bereits bei der Embryonalentwicklung werden in der männlichen ebenso wie in der weiblichen Brust die Brustdrüsen angelegt. Durch den niedrigen Östrogen- und den hohen Testosteronspiegel wird beim Jungen in der Pubertät normalerweise das typisch weibliche Wachstum der Brüste unterdrückt.

Bei der Gynäkomastie jedoch entwickeln sich durch eine Störung genau dieses Hormonhaushalts die vorgewölbten Männerbrüste. Diese bilden sich meist bis zum Ende der Pubertät von allein wieder zurück und bedürfen daher keiner Behandlung. Dennoch empfinden die betroffenen Jugendlichen diese Phase der Pubertäts-gynäkomastie als außerordentlich peinlich. Kommt zusätzlich noch Übergewicht dazu, begünstigt dies das vermehrte Brustwachstum.

Echte Gynäkomastie im Erwachsenenalter:
Ein krankhafter Prozess, der das Hormongleichgewicht stört, kann auch beim erwachsenen Mann für Gynäkomastie sein. So führt die verminderte Produktion des Sexualhormons Testosteron, die häufig bei Männern fortgeschrittenen Alters zu beobachten ist, unter Umständen zum Wachstum der Brust.

Auch eine medikamentöse Behandlung von Prostata- und Herzkrankheiten oder das Vorhandensein gut- oder bösartiger Tumore, die den Hormonstoffwechsel stören, können eine Gynäkomastie auslösen. Aber auch Allgemeinerkrankungen von Leber und Niere oder eine Fehlfunktion der Schilddrüse stören den Hormonhaushalt und können ein vermehrtes Wachstum des Drüsengewebes zur Folge haben. Auch die Einnahme von Anabolika sollte bei der Entstehung der Gynäkomastie nicht unterschätzt werden.

Der behandelnde Mediziner kann die krankheitsbedingten oder hormonellen Ursachen des Brustwachstums mittels Tastbefund, Ultraschalluntersuchung und einem Bluttest feststellen und so die entsprechende Behandlungsmethode einleiten.

Wie wird man den Männerbusen wieder los?

Hat der Urologe die Ursache des untypischen Brustwachstums erst einmal abgeklärt, kann der Diagnose entsprechend gehandelt werden. Es gibt einige effektive Behandlungsmöglichkeiten, um die Gynäkomastie gut in den Griff zu bekommen.

Medikamentöse Behandlung:
Ist das Wachstum der Brustdrüsen auf eine Störung des Hormonhaushalts zurückzuführen, wird die Behandlung entsprechend darauf abgestimmt. Der Arzt verschreibt in diesem Fall Testosteron-Medikamente oder Tabletten, die die Produktion von Östrogen blockieren. Medikamente, mithilfe derer ursprünglich eine Krankheit behandelt werden sollte und die jedoch eine Gynäkomastie auslösen, sollten dagegen so schnell wie möglich wieder abgesetzt werden.

Gesunde Ernährung & Bewegung:
Bei der durch Übergewicht ausgelösten Lipomastie sind Bewegung und eine Änderung der Essgewohnheiten das A und O im Kampf gegen die unästhetischen Fettzellen. Besonders auf den exzessiven Genuss von Bier sollte verzichtet werden, denn der darin enthaltene Hopfen wirkt im Körper ähnlich wie das Hormon Östrogen und lässt die Männerbrust wachsen. Der positive Nebeneffekt, der durch Sport & Co. erzielt wird: Nicht nur die Brüste verschwinden, sondern gleichzeitig auch der dicke Bauch. Wichtig: Auch bei der echten Gynäkomastie kann die Umstellung auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung den gestörten Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen.

Gezieltes Training:
Krafttraining und damit verbundene gezielte Brustübungen helfen, die Muskulatur im Brustbereich aufzubauen und die Haut sichtbar zu straffen.
Besonders die verschiedenen Varianten des Bankdrückens, Sit-ups oder die bekannten Liegestützen erzielen hier den gewünschten Effekt und wandeln die Fettzellen am Männerbusen in Muskelmasse um. Auch Schwimmen, das den Aufbau von Brust- und Rückenmuskulatur unterstützt, ist hier ein guter Tipp.

Operation:
Erst wenn alle anderen Maßnahmen scheitern, die Gynäkomastie oder die Lipomastie wieder loszuwerden, sollte eine operative Entfernung der vergrößerten Brustdrüsen bzw. des Fettgewebes in Betracht gezogen werden. Achtung: Die Krankenkasse übernimmt lediglich die Kosten für den chirurgischen Eingriff, sofern eine echte Gynäkomastie diagnostiziert wurde. Die Rechnung für die Fettabsaugung muss der Patient dagegen selbst begleichen.

Mit dem Männerbusen leben muss heutzutage niemand mehr. Gynäkomastie kann unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen haben. Ebenso vielfältig sind aber auch ihre Behandlungsmethoden. Es gibt einige Tipps & Tricks, die dabei helfen, die zu stark vorgewölbte Brust auch ohne teure und schmerzhafte Operation wieder loszuwerden: Sport, gezieltes Training und die richtigen Medikamente.

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